Karottenkuchen aus Entsafterresten

Karottenkuchen aus Entsafterresten

Selbstgemachter Karottensaft ist eisgekühlt eine tolle Erfrischung. Leider bleibt beim Entsaften so viel Fruchtfleisch übrig. Das Fruchtfleisch sollte man aber auf keinen Fall wegwerfen. Stattdessen lässt sich daraus ein leckerer Karottenkuchen aus Entsafterresten herstellen.
 
Um ehrlich zu sein, fand ich Karottensaft nie lecker. Ich habe ihn früher höchstens als Bestandteil von ACE-Saft getrunken. Irgendwann hatte ich mal gelesen, wie gesund Karottensaft sein soll und habe mir dann eine Flasche puren Karottensaft gekauft. Der Geschmack war furchtbar und ich musste mich wirklich überwinden, die Flasche leer zu machen. Was ich zu dem Zeitpunkt aber nicht wusste: Frischer Karottensaft schmeckt so viel besser und erinnert wirklich an den Geschmack von frischen Karotten. Als ich mir einen Entsafter zugelegt habe, habe ich gefühlt jedes Obst oder Gemüse irgendwann mal zu Saft verarbeitet habe. Irgendwann waren da dann auch Karotten dabei und ich war richtig begeistert von dem leckeren Saft.

Ein Glas voller Karottensaft

Leider gehören Karotten nicht unbedingt zu den wasserhaltigsten Gemüsesorten. Man braucht tatsächlich relativ viele Karotten, um ein großes Glas Saft zu erhalten. Dementsprechend bleibt der Großteil der Karotten in dem Entsafter. Ich finde es generell schade, dass beim Entsaften so viel vom Gemüse übrig bleibt – unabhängig davon, welches Gemüse man verwendet. Diese trockenen Rückstände nennt man übrigens Trester. Ich bin mir sicher, dass man aus allen Entsafterresten noch etwas Leckeres zu essen machen kann. Da bei den Karotten aber wirklich auffällig viel übrig bleibt, habe ich erstmal nach einer Verwendung von Karottentrester gesucht.
 

Carrot Cake schmeckt immer

 
Ich habe mich gefragt, was man abgesehen von Karottensalat noch aus geraspelten oder besser gesagt gehäkselten Karotten machen kann. Mit Sicherheit kann man sie auch zu leckeren Gemüsebratlingen verarbeiten, mir war aber nicht wirklich nach einem herzhaften Gericht zumute und ich dachte die ganze Zeit an die leckeren Carrot Cakes, die ich schon in meinem Leben gegessen habe.

Für Carrot Cakes raspelt man normalerweise ja ganze Karotten. Damit der Karottenkuchen aus Entsafterresten genauso lecker wird, muss man ein paar Punkte beachten. Mit ein wenig mehr Fett und Flüssigkeit bekommt man aber auch aus den trockenen Rückständen nach dem Entsaften eine wirklich saftige Konsistenz. Außerdem braucht man für das Rezept mehr Karotten als Mehl. Deswegen werden die Schnitten tatsächlich sehr „karottig“, was mir aber sehr gut geschmeckt hat

Ich warne euch aber direkt vor, die Schnitten enthalten wirklich nicht gerade wenig Butter. Aber aufgrund der vielen Ballaststoffe aus den Karottenresten ist es bestimmt immer noch sehr gesund. Das sage ich mir zumindest selber immer, ob es wirklich stimmt, kann ich nicht beurteilen. Das Gewissen beruhigt es aber trotzdem. Und wenn man die Menge an Butter dann mal pro Scheibe berechnet, ist es nun auch wieder nicht so viel.

Zutaten für Karottenkuchen aus Entsafterresten

Für den Karottenkuchen aus Entsafterresten braucht ihr:

  • Karottenreste aus dem Entsafter: Beim Entsaften von Karotten bleibt der Großteil der Karotten übrig, die sich hier super verwenden lassen
  • Butter und Eier: Eine vegane Variante habe ich noch nicht versucht, ich denke aber zumindest die Butter kann problemlos durch Kokosöl ersetzt werden
  • Zucker, Mehl und Backpulver
  • Frischkäse und Puderzucker: Diese Zutaten sind für das Frostig und auf jeden Fall optional

Butter, Eier und Zucker werden verquirlt und die Karottenreste hinzugegeben. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und unter die Karottenmasse heben. Den Teig in eine Kastenform füllen und für 45 Minuten in den Backofen geben.

Die Schnitten halten sich luftdicht aufbewahrt für ein paar Tage. Falls ihr aber ein Frostig darauf macht, solltet ihr die Scheiben nicht all zu lange aufbewahren. Ich friere die Karottenschnitten auch gerne portionsweise ein (allerdings ohne Frosting) und taue sie mir bei Bedarf auf.

Anmerkung: Wenn ihr nicht genau 300g Karottentrester habt, sollte das kein Problem sein. Entweder macht ihr einfach eine kleiner Portion, indem ihr alle Zutaten halbiert. Oder wenn es nur etwas weniger als 300g sind, könnt ihr die fehlende Menge an Karotten durch Mehl ersetzen.

Karottenschnitten aus Entsafterresten

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5 von 4 Bewertungen

Karottenschnitten aus Juicer-Resten

Vorbereitungszeit10 Min.
Zubereitungszeit50 Min.
Arbeitszeit1 Std.
Gericht: Dessert
Keyword: vegetarisch
Portionen: 1 Kastenform

Zutaten

  • 300 g Karottenreste aus dem Entsafter (ungefähr 5 Karotten)
  • 180 g geschmolzene Butter
  • 2 Eier
  • 115 g Zucker
  • 200 g Mehl
  • 10 g Backpulver

Frosting (optional)

  • 4 EL Frischkäse
  • 2 EL Puderzucker

Anleitungen

  • Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Als Erstes werden 180g geschmolzene Butter mit 2 Eiern und 115g Zucker vermischt. Die Mischung so lange verrühren, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat.
  • Dann die 300g Karottenreste aus dem Entsafter hinzugeben und mit der Zucker-Ei-Butter-Masse vermischen. Es entsteht eine breiartige Konsistenz, die am besten mit einer Gabel vermengt werden kann.  
  • Anschließend 200g Mehl mit 10g Backpulver mischen und unter die Karottenmasse geben. Zum Abschluss den Teig noch einmal kräftig verrühren und in eine Kastenform geben.
  • Die Kastenform für 45 Minuten in den vorgeheizten Backofen geben und danach gut auskühlen lassen.

Frostig (optional)

  • Für das Frosting 4 EL Frischkäse mit 2 EL Puderzucker vermischen und über die ausgekühlten Karottenschnitten geben. Anschließend für circa 30 Minuten in den Kühlschrank geben, damit das Frostig fest wird. 



8 thoughts on “Karottenkuchen aus Entsafterresten”

    • Hallo Angelika,
      Wie schön, dass dir der Kuchen geschmeckt hat 🙂 ich freue mich sehr über deinen lieben Kommentar. Ich hoffe, deine Freundinnen wird der Kuchen auch so gut schmecken.

      Viele Grüße,
      Jacqueline

    • 5 stars
      Top Rezept. Hab 1kg Karotten in den Entsafter. 350 g sind übergeblieben. Das Rezept sonst gleich gelassen bisschen weniger Zucker. Sehr lecker!

      • Hallo Martin,
        Ich freu mich, dass dir der Kuchen schmeckt 🙂 bei der Menge an Karotten lohnt es sich ja auch wirklich alles zu verarbeiten.

        Liebe Grüße,
        Jacqueline

  • 5 stars
    Super tolles Rezept – hat sehr sehr lecker geschmeckt! Ich hatte noch etwas Ingwer mit in meinen Saft gepresst und den Ingwer Trester ebenfalls mit in den Teig geben, was eine super leckere Noten hinzugefügt hat! Vielen Dank für das tolle Rezept 🙂

    • Hallo Lilly,
      Vielen Dank für deinen lieben Kommentar 😊 Die Idee mit dem Ingwer klingt richtig gut, das stelle ich mir auch super lecker vor.

      Viele Grüße,
      Jacqueline

  • 5 stars
    Ich habe das Rezept ausprobiert und bin total begeistert!
    Auch ich suchte nach einer Verwendung für den Trester.
    Allerdings habe ich Äpfel und Möhren zusammen entsaftet und somit die Apfel-und Möhrenreste zusammen in den Teig gegeben.
    Ergebnis spitze! Ein mega saftiger und leckerer Kuchen!
    Aufgrund der Äpfel, habe ich die Zuckermenge reduziert.

    Vielen Dank für diese tolle Idee!

    • Hallo Nadia,
      vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Und wie toll, dass dir der Kuchen so gut schmeckt. Darüber freue ich mich sehr. Die Kombination mit Apfel hört sich auch richtig gut an, so kann man den Kuchen ja auch je nach vorhandenem Trester variieren.

      Viele Grüße,
      Jacqueline

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